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Am Talschluß von Ridnaun, in Maiern, wurde in den letzten Jahren als Teil des Landesbergbaumuseum der Museums- bereich Ridnaun-Schneeberg errichtet. Es erweckt eindrucksvoll Erinnerungen an die inzwischen bereits mehrmals erwähnte rege Tätigkeit der Bergknappen. In der Bergwerksanlage erlebt der Besucher hautnah die harte und gefahrvolle Arbeit der zahlreichen Knappen während ihrer jahrhundertelangen Bergbautätigkeit. In Maiern befand sich die Erzauf- bereitungsanlage. Dort wurde das Erz vom tauben Gestein getrennt. In dieser Anlage beginnt die etwa eineinhalb Stunden dauernde Führung. Der knapp 200 m lange Schaustollen zeigt anschaulich die tägliche Arbeit der Bergknappen und die Entwicklung des Bergbaus vom Mittelalter bis in die neueste Zeit. In der Dokumentationsstelle in den alten, renovierten Verwaltungsgebäuden sind folgende Bereiche fachmännisch und anschaulich erfaßt: Mineralogie, Geologie, Stollenarbeit, Erztransport und Knappenleben. Außerdem: Grubenrisse, Akten und Schriftstücke dieser untergegangenen Epoche.
Als Blütezeit mag das Jahr 1486 gelten, als in 70 Stollen nicht weniger als 1000 Knappen den Spuren der kostbaren Adern im Gestein folgten und den Boden immer dort aufbrachen, wo sie den Lauf der Ader spürten.
Das Abbaugebiet erstreckte sich auf einer Höhe zwischen 2000 und 2630 m. Die Knappensiedlung St. Martin war bis in die neueste Zeit bewohnt. Es gab auch eine Schule für die Kinder der Bergarbeiter, und noch so mancher weiß zu erzählen, dass er dort oben geboren wurde! Das kleine Gotteshaus, die Kapelle Maria im Schnee, wurde ebenfalls restauriert und ergänzt stimmungsvoll die Reise in die Vergangenheit.
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