Einfach Südtirol - Ferienwohnungen, Pensionen, Garnis - günstige Unterkünfte in Südtirol
   
 
Rodenegg
Burg Rodenegg
URLAUBSFINDER
FERIENREGION

ORT

KATEGORIE
VERPFLEGUNG
 
var20000418_040_tap
Am Eingang in das Pustertal, auf der südlichen Seite, liegt die prächtige Burganlage Rodenegg. Der Zugang ist nur über eine Zugbrücke möglich. Das Jahr 1140 gilt als Baubeginn. Friedrich von Rodank war der erste Burgherr. Diesem Geschlecht folgten mehrere andere, bis schließlich die Wolkensteiner die Anlage im Stil der Renaissance umbauen und erweitern ließen. 
Die Burg Rodenegg, die besichtigt werden kann, ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Innenhof, Stuben, Waffenkammer, Bibliothek, Münz- und Gemäldesammlung, Verlies des Lauterfressers, Fresken. Darunter die bekannten Iwein-Fresken, das früheste erhaltene Zeugnis profaner, ritterlich-höfischer Kultur im deutschen Sprachraum. Sie wurden erst 1973 entdeckt. Der Maler dieses einzigartigen Bilderzyklus, der inhaltlich auf das Versepos "Iwein" von Hartmann von Aue zurückgeht, ist unbekannt. Die Fresken können aber auf 1200 datiert werden. Die Szenen sind beeindruckend, erstaunlich ist außerdem, daß derartige profane Wandgemälde von den damaligen geistlichen Würdenträgern überhaupt akzeptiert wurden. Zurückgekehrt nach Mühlbach, lohnt ein Abstecher nach Vintl, um dabei die Mühlbacher Klause zu passieren. Von der alten Klause stehen nur mehr ein paar Ruinen, die trotzdem ihre Bedeutung erahnen lassen. Seit 1271 bildete sie die Grenzfestung zwischen den Territorien der Gebrüder Meinhard von Tirol und Albert von Görz. Sie versperrte den Fürstbischöfen von Brixen den Weg nach Bruneck und zu anderen Besitzungen im mittleren und oberen Pustertal. So war sie ein Sperriegel zwischen der geistlichen und profanen Obrigkeit, zwischen den geistlichen Reichsfürsten von Brixen und dem görzisch, weltlich regierten Pustertal. Sie wurde später Zollstation, diente auch als Straßensperre und als militärisches Bollwerk, zum Beispiel während des Bauernaufstandes unter Michael Gaismair oder den kriegerischen Kämpfen im Jahre 1809. Nach dem Bau der Pustertaler Eisenbahn 1870/71 büßte die ehemalige Grenzfeste viel von ihrer Funktion ein, zudem wurde ein Teil des Bauwerks geschleift. Dieser Fleck kulturgeschichtlicher Tradition ist heute nur mehr eine Festungsruine.

 zurück zu Eisacktal





Lajen
an der Sonnenseite, am Eingang des Grödner- tales, Tor zu den Dolomiten!

 


Villnössertal
das Land der bleichen Berge - stilles unbe-rührtes Dolomitental ...